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Interview mit Thomas Bieling vom Autohaus Bieling von Denis Authier, Mitglied des ADP Management Teams zum Thema „Einführung von Optima 21“

Peter Munari und Wolfgang Scholz

DA: Guten Tag, Herr Bieling. Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen doch bitte kurz vor.

TB: Unser Unternehmen wurde im Jahre 1906 von meinem Großvater gegründet. Dieser nutzte seine als Verkäufer in einer Recklinghauser Fahrradfabrik gesammelten Erfahrungen, um sich mit dem Fabrikat Opel im Automobilbereich selbständig zu machen. In einem paradiesischen Verkäufermarkt gelang es schnell, ein Großhandelsnetz im nördlichen Ruhrgebiet und südlichen Münsterland aufzubauen. Im Verlauf der Unternehmensgeschichte wurden zeitweise auch die Fabrikate Horch, Wanderer, VW und Isuzu vertreten.

Als 1966 von der Adam Opel AG die Großhandelsverträge gekündigt wurden, entstanden aus den zahlreichen von uns eingesetzten Unterhändlern plötzlich Mitbewerber. Heute besteht unser Unternehmen aus insgesamt 5 Standorten mit den GM Marken Opel und Chevrolet. Im Zuge der sich seit Jahren zurückentwickelnden Opel Verkaufszahlen wurde im Jahr 2006 zur besseren Auslastung der Hertener Immobilie das Produktportfolio um das Fabrikat Renault ergänzt.

BielingAls Volljurist war es ursprünglich nicht mein Bestreben, in unserem Familienbetrieb tätig zu sein, zumal das Testament meines Vaters erst eine Geschäftsführertätigkeit nach Vollendung des 35. Lebensjahrs vorsah. Ich wurde aber damals gebeten, bis zum Eintritt meines jüngeren Bruders das Unternehmen zu leiten. Zu meinen ersten Projekten gehörte die Einführung der EDV. Ich habe mich damals für Autonom entschieden, weil es nach meiner Überzeugung die praxisgerechteste Branchenlösung war.

DA: Und warum sind Sie dann geblieben?

TB: Die Wende kam, das Geschäft lief gut.

DA: Wie sieht es mit der Wirtschaftlichkeit der Standorte heute aus?

TB: Das nördliche Ruhrgebiet ist eines der wirtschaftlich schwierigsten Gebiete in Deutschland. Der nahezu vollständige Wegfall der Industrie verursacht hohe Arbeitslosigkeit und bedingt einen Wegzug der Menschen aus dieser Region. So gesehen sind wir mit dem erzielten Marktanteil unserer Fabrikate im Markt durchaus zufrieden. Die Nähe des Bochumer Opel Werkes wirkt sich traditionell positiv auf den Marktanteil aus.

DA: Wie sind Ihre Aussichten?

Wir müssen extrem kostenorientiert arbeiten, das Potential der Partner nutzen und unser Angebot für die Menschen in unserer Region erschwinglich halten. Das bedeutet auch, dass wir unser Engagement im Bereich einer Einstiegsmarke ständig überprüfen müssen.

DA: Was sind Ihre Anforderungen an moderne DM-Systeme?

TB: Alle Brands müssen problemlos auf einer Plattform laufen. Das Berichtswesen muss hohe Anforderungen erfüllen. Wir benötigen eine tägliche Erfolgskontrolle, um kurzfristig reagieren zu können, aber auch monatliche Reports, die auf unsere speziellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. In Zeiten, in denen sich das Verbraucherverhalten nachhaltig verändert, ist es besonders wichtig, das gesamte Kundenbeziehungsmanagement ( Verkauf, Service und T&Z ) mit Hilfe eines CRM Systems zu strukturieren. Wir haben z.Z. zwei unterschiedliche Systeme im Einsatz. Die Renault Verkaufsberater arbeiten mit der Renault eigenen Software COS, alle anderen Mitarbeiter benutzen Contact von ADP. Das COS System hat auf der einen Seite den Vorteil, dass es auf Grund seiner einfachen und selbsterklärenden Struktur keine große Hemmschwelle für Verkaufsberater darstellt, auf der anderen Seite stößt man mit diesem System auch sehr schnell an die Grenzen des Machbaren. Contact ist dagegen wesentlich komplexer, erfordert daher eine Person, die sich intensiv darum kümmert, dass das Programm auch genutzt wird, andererseits bietet es ein deutlich breiteres Anwendungsspektrum. Ich möchte es heute nicht mehr missen.

DA: Was hat Sie letztendlich dazu bewegt, weiter mit ADP und der neuen Software Optima 21 zu arbeiten?

TB: Es gibt da mehrere, sehr unterschiedliche Gründe. Zunächst habe ich damals im Zuge meiner Tätigkeit für den Arbeitsausschuss HIT die Programmentwicklung bis zur Produktempfehlung von Optima 21 aktiv begleitet und so eine gewisse Nähe zum Produkt entwickelt. Außerdem hat es mich gestört, dass Opel nach meiner Wahrnehmung eine Präferenz zum Mitbewerber EDS entwickelt hatte. Entscheidend war aber, dass ADP in der Lage war, die Fabrikate Opel und Renault auf einem System abbilden zu können. Herr Schröder und Herr Munari haben sich gerade in dieser Frage sehr für uns engagiert.

DA: Was lief denn gut bzw. weniger gut bei der Umstellung von Autonom zu Optima 21?

TB: Die Ablehnungshaltung der Mitarbeiter bei der Umstellung von AUTONOM auf Optima 21 war groß. Der Mensch ist einfach ein Gewohnheitstier. Einiges ist auch aufgrund unseres eigenen Managements nicht optimal gelaufen.

Eine solche Umstellung ist gar nicht so einfach. Der Trainingsplan war seitens ADP gut organisiert und die Opel Umstellung bot keine größeren Probleme. Der Bereich Buchhaltung war die große Herausforderung und die Unterstützung in diesem Bereich war sehr intensiv. Da unterscheidet sich Optima 21 von Autonom doch erheblich. Die Renault-Integration war deutlich schwieriger und hat uns sicherlich über 3-4 Monate Instabilität beschert. Nach 6 Monaten hatten die Mitarbeiter das System angenommen und auch einige Vorteile zum Vorgängersystem ausgemacht. Selbstverständlich hätte auch ich – wie viele meiner Kollegen – den Systemwechsel nicht jetzt vollzogen, wenn unser Hersteller Opel uns nicht indirekt dazu gezwungen hätte. Allerdings ist mir klar gewesen, dass es immer schwieriger geworden wäre, die unmoderne Programmstruktur von Autonom an alle Anforderungen der Gegenwart und Zukunft anzupassen. Außerdem konnte nur ADP Opel und Renault in einer Datenbank abbilden. Insofern sind wir heute froh, die Umstellung vollzogen zu haben.

DA: Wie ist der Status heute?

TB: Das Tagesgeschäft läuft problemlos, allerdings sollten einige Prozesse zeitoptimiert werden. Auch bei den Auswertungen kann einiges verbessert werden. Insoweit sind wir mit ADP im Gespräch, so dass wir nach mehr als 30 Jahren Zusammenarbeit mit ADP davon überzeugt sind, dass die nächsten Releases von Optima 21 weitere Vorteile bringen. Bedenkt man, dass ADP eine langfristige Supportgarantie für das System Optima 21 gegeben hat, fühlen wir uns für die Zukunft gut gerüstet.

DA: Vielen Dank.

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